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Jahrtausendturm

Geschichte zum Anfassen

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Der Jahrtausendturm im Elbauenpark Magdeburg

Der Jahrtausendturm bleibt von April bis Oktober 2020 corona-bedingt geschlossen!

Von weither sichtbar ist der Jahrtausendturm – das Wahrzeichen des Elbauenparks. Dieser bietet nicht nur einen imposanten Anblick und eine Aussicht über den Park und die Stadt, er beherbergt auch eine spannende Ausstellung über 6.000 Jahre Menschheits- und Technikgeschichte. Daneben gibt es noch wechselnde Sonderausstellungen. Ein Besuch des Turms sollte zu jedem Ausflug in den Elbauenpark dazugehören, denn hier kann die ganze Familie aktiv werden.

Die Ausstellung – Wissenschaft zum Anfassen

Auf insgesamt fünf Ebenen können große und kleine Besucher 6.000 Jahre Wissenschafts- und Technikgeschichte erkunden. Entdeckungen, die Welt und Menschheit bis heute prägen, können sogar selbst ausprobiert werden. Von den ca. 200 Ausstellungsstücken sind 150 interaktiv, denn so macht Lernen am meisten Spaß. In dieser Ausstellung kommt auch bei Kindern keine Langeweile auf.

Frühgeschichte und Antike

Automatischer Tempeltüröffner nach Heron

Schon im alten Ägypten und im antiken Rom wurden allerlei Entdeckungen und Erfindungen gemacht, die wir heute noch im alltäglichen Leben haben. Besucher/innen können Werkzeuge und Töpferwaren aus der Steinzeit bestaunen. Ein Beispiel frühzeitlichen Schiffbaus ist das ägyptische Nilschiff, dass im Kuppelsaal des Jahrtausendturms wartet. Schriften über Medizin zeigen, wie weit die Wissenschaft seitdem gekommen ist. Auch Astronomie hat ihre ersten Schritte in der Antike gemacht.

In einem Bürgerhaus so wie es sie in der römischen Antike gab, sorgt eine Fußbodenheizung für Wärme. Eine archimedische Schraube, ein foucaultsches Pendel und vieles mehr können Besucher im Kuppelsaal, der untersten Ebene des Turms, sehen.

Mittelalter

Lose Rolle, feste Rolle und Flaschenzug

Das Mittelalter wird oft als Dunkle Epoche bezeichnet, dabei war es eine Zeit der Wissenschaft. Besonders im arabischen Raum wurde viel geforscht und entdeckt – Entdeckungen, die heute noch unsere Sprache, unser Zahlensystem, das Schachspiel und vieles mehr beeinflussen.

Auch in Europa hat sich zu dieser Zeit einiges getan. Klöster haben sich verbreitet und waren Orte des Lernens. Die Landwirtschaft hat sich weiterentwickelt und die Dreifelder-Wirtschaft hervorgebracht. Auch auf dieser Ebene gibt es vieles, was Besucher/innen des Turms selbst ausprobieren können: mittelalterliche Maschinen, wie Pumpe, Flaschenzug und schiefe Ebene. Wer möchte kann sich mit einem Steigbügel auf ein hölzernes Pferd schwingen.

Frühe Neuzeit

Halbkugelversuch zum selbst Ausprobieren

Die Renaissance war die Zeit von Leonardo da Vinci, Kopernikus, Gutenberg und vielen weiteren, die die Wissenschaft vorangetrieben haben. Auf diese Ebene gehört auch der Magdeburger Otto von Guericke mit seinem bekannten Halbkugelexperiment, mit dem er den Effekt eines Vakuums gezeigt hat. Im Kleinformat können Gäste das Experiment wiederholen. Auch die Luftpumpe, die Otto von Guericke erfunden hat, ist ausgestellt.

Besucher können eine vollständig ausgestattete Alchemistenküche, eine Seite aus der ersten von Gutenberg gedruckten Bibel, ein Planetarium mit dem damaligen Weltbild und vieles mehr begutachten

17. Jahrhundert bis heute

Schiefer Raum nach Adalbert Ames

In der späteren Neuzeit bildeten sich die klassischen Wissenschaften heraus, die wir heute noch haben. Es wurde gezielt und systematisch geforscht und weniger zufällig entdeckt. Besonders in Medizin und Physik hat sich in dieser Zeit viel getan.

Nicht nur ein Dichter, sondern auch ein Physiker war Johann Wolfgang von Goethe. Sein Experiment zur Lichtbrechung mit Prismen können Besucher selbst durchführen. Auch ein Spiegelteleskop nach Isaac Newton erwartet Gäste im Jahrtausendturm. Spiegelschrift, Perspektiven und Tonfrequenzen können in verschiedenen Exponaten selbst ausprobiert werden.

Letztendlich warten Ausstellungsbereiche zu Elektrizität mit Telefon und Beleuchtung, moderner Astronomie und Medizin auf alle Wissbegierigen. Was mit einfachen Werkzeugen in der Steinzeit begann, endet hier mit Weltraumexperimenten. Auf insgesamt fünf Ebenen haben Gäste hier Jahrtausende der Technikgeschichte im Schnelldurchlauf mitverfolgt.

Der Jahrtausendturm als architektonisches Highlight

Mit ganzen 60 Metern ist der Jahrtausendturm mit seiner Holz-Leimbinder-Konstruktion das höchste Holzgebäude seiner Art weltweit. Er öffnete seine Türen zum ersten Mal 1999 zur Bundesgartenschau, für die der heutige Elbauenpark entstand. Mittlerweile ist der Turm aus dem Antlitz der Stadt Magdeburg nicht mehr wegzudenken.

Die Ausstellung und auch der Turm selbst sind absolute Highlights für alle, die in Magdeburg einen interessanten Tag verbringen wollen.

Weitere Aktivitäten am Jahrtausendturm

An der Außenseite des Turms zieht sich spiralförmig eine Rampe entlang. Nach 450 Metern erreicht man darauf die oberste Ebene des Jahrtausendturms: die Aussichtsplattform. In 43 Metern Höhe genießen die Gäste einen traumhaften Blick über die Elbe, das weitläufige Areal des Parks und die Stadt Magdeburg mit dem Dom am anderen Elbufer.

Der Jahrtausendturm ist außerdem der Startpunkt der ElbauenZip. Die Seilrutsche verspricht mit rasantem Tempo und in luftiger Höhe eine spektakuläre Rutschpartie auf mehr als 400 Metern durch den Elbauenpark – perfekt für alle, die zur großartigen Aussicht auch noch einen Adrenalinkitzel möchten. Endstation ist der Kletterpark am anderen Ende des Kleinen Cracauer Angers.

Gastronomie

Nach einem Besuch der Ausstellung oder auch einem anstrengenden Tag auf den Spielplätzen im Elbauenpark ist eine Stärkung genau das richtige. Das Jahrtausendturm-Restaurant ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet und bietet Platz für bis zu 100 Gäste. Dazu kommt noch die großzügige Terrasse, die bei schönem Wetter ein einmaliges Ambiente bietet.